Die Diskussion um eine verpflichtende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ab dem ersten Krankheitstag wird derzeit intensiv geführt. Befürworter argumentieren, dass dadurch Missbrauch eingedämmt und der Krankenstand gesenkt werden könne. Doch bei genauer Betrachtung stellt sich eine andere Frage: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst? Die bestehende Regelung wird oft übersehen Bereits heute verfügen Arbeitgeber über Möglichkeiten, auf auffällige Krankmeldungen zu reagieren. Die Forderung nach einer allgemeinen gesetzlichen Pflicht wirft deshalb die Frage auf, welchen zusätzlichen Nutzen eine weitere Verschärfung tatsächlich bringen würde. Der zusätzliche Aufwand trifft vor allem die Ehrlichen Wer morgens mit einem grippalen Infekt aufwacht, fühlt sich meist nicht in der Lage, längere Wege zurückzulegen oder stundenlang in einem Wartezimmer zu sitzen. Viele Menschen wissen aus eigener Erfahrung recht gut, wann sie sich eine gewöhnliche Erkältung eingefangen haben, wann ei...
Was ist los im Dorf und drumherum