Hinter den Schlagzeilen: Das Autorenteam des Kieritzscher Anzeigers
Der Kieritzscher Anzeiger ist laut Eigendefinition weder Satire noch Nachrichtenportal, sondern irgendetwas dazwischen – abhängig davon, wer gerade empört ist. Hinter den Texten stehen genau zwei Personen. Keine Redaktion mit Glastisch. Keine Praktikanten. Keine Social-Media-Abteilung. Nur zwei Köpfe – und zu viel Kaffee.
Björn Bauer – Der Strukturanalytiker
Björn schreibt bevorzugt über Systeme. Über Mechanismen. Über wirtschaftliche und politische Prozesse, die angeblich „alternativlos“ sind.Während andere über Symptome diskutieren, interessiert ihn die Frage, warum das System sie überhaupt produziert.
Er liebt Diagramme, Zusammenhänge und Dinge, die man nicht in eine Überschrift pressen kann.
Wenn ein Artikel nach „Das ist komplizierter“ klingt, war es vermutlich Björn.
Peter Bauer – Der Musterzerleger
Peter interessiert weniger das Ereignis als das Narrativ darum. Warum wird etwas skandalisiert? Warum wird etwas verschwiegen? Warum wird ein Wort plötzlich problematisch?Er hat ein Talent dafür, Begriffe auseinanderzunehmen, bis nur noch Struktur übrig bleibt. Manchmal philosophisch. Manchmal unbequem.
Wenn ein Text mit einer scheinbar harmlosen Beobachtung beginnt und mit einer Grundsatzfrage zur Gesellschaft endet, war es vermutlich Peter.
Gemeinsame Arbeitsweise
Keine tägliche Redaktionskonferenz.
Kein Corporate Wording.
Kein „Das können wir so nicht schreiben“.
Was erscheint, erscheint, weil einer von beiden der Meinung war:
Das sollte man zumindest mal zu Ende denken.
Der Kieritzscher Anzeiger ist damit weder objektiv noch neutral – aber transparent in seiner Perspektive.
Und falls sich jemand fragt, ob hinter bestimmten Artikeln mehr steckt:
Nein.
Nur zwei Autoren, zwei Blickwinkel – und die feste Überzeugung, dass Denken nicht schadet.

