Der 1. April – ein Tag, an dem man mit einem Augenzwinkern lebt, vertraute Gegenstände hinterfragt und grundsätzlich nichts für bare Münze nimmt. Doch dieses Jahr haben es die Scherzkekse übertrieben: Die Kette an absurden Späßen führte offensichtlich zu einem kritischen Systemfehler in der Matrix – mit gravierenden Folgen für den Start in den Tag.
Der Versuch, in den Alltag zu booten, scheiterte kläglich. Der Kaffee floss ins Leere, weil die Tasse fehlte (oder nie existierte), die Socken synchronisierten nicht – links Version 2008, rechts ein Beta-Test aus der Wäschehölle. Das Frühstück erschien kurz, verschwand dann mit einem Bluescreen, und die Marmelade landete – natürlich – auf der falschen Toastseite.
Besonders besorgniserregend: Der Sonnenaufgang ist offenbar verbuggt. Zwar wurde Licht gerendert, aber die Wärmefunktion wurde offensichtlich „nicht implementiert“. Einige User berichten sogar von Pixel-Sonnenstrahlen und einer unerklärlichen Audio-Ausgabe des Tetris-Soundtracks.
Arbeiten? Kaum möglich. Der Login ins Firmennetzwerk führt zu Endlosschleifen, Outlook spricht nur noch in Kauderwelsch, und Excel verweigert jeden Dienst mit der Fehlermeldung „#WitzDesTages“. Die einzige Hoffnung: Neo. Doch der ist laut aktuellem Status „nicht verfügbar – installiert Update 97 von 234“.
Die durchschnittliche Arbeitsleistung wird derzeit auf 3,1415926535 % geschätzt. Die Zahl ist zufällig identisch mit π, was laut Experten kein Zufall, sondern ein kosmisches Easter Egg sein könnte. Schuld ist, so vermuten Insider, ein Übermaß an Ironie im globalen Netzwerk, das die Realität kurzerhand in den "Satire-Modus" versetzt hat.
Die Prognosen für den weiteren Tagesverlauf sind instabil. Eventuell erfolgt gegen Mittag ein Reboot des Realitätskerns – oder ein Clown ersetzt den Wetterbericht. Bis dahin gilt: Nicht zu viel hinterfragen, keine roten Pillen von Fremden annehmen und bitte keinesfalls versuchen, den Löffel zu verbiegen – er ist ohnehin nur ein Rendering-Fehler.
