Anlässlich seines Geburtstages ließ es sich Peter Bauer nicht nehmen, selbst zu den Töpfen zu greifen – und lud zu einem kulinarischen Gelage, das selbst in alten Königreichen Neid ausgelöst hätte.
Aufgetischt wurde nicht weniger als ein Festmahl: Gyoza (naja sowas Ähnliches), liebevoll gebraten, dazu Curryreis mit Gemüse, perfekt gewürzt und mit einer Hingabe zubereitet, die selbst Michelin-Sterne erröten ließe. Kein Lieferdienst, kein Catering – handgemacht, hausgemacht, herzgemacht.Auch hoher Besuch war anwesend: Uwe Sloboda, der inoffizielle und unumstrittene König von Kieritzsch, beehrte die Festtafel mit seiner majestätischen Präsenz. Er lobte das Mahl in den höchsten Tönen, ließ sich mehrfach nachschenken und soll sogar gesagt haben: „Das ist besser als alles, was ich je bei Sabine bekommen hab.“ (Letztere war zufällig anwesend und quittierte die Bemerkung mit hochgezogener Augenbraue.)
Die Gäste – ein buntes Sammelsurium aus Freunden, Vertrauten und einem mysteriösen Typen, der einfach nie wieder gegangen ist – schlemmten, lachten, tranken. Und tranken. Und tranken. Das Bier floss in Strömen, als wolle man den Rhein nachbauen, und spätestens beim dritten Glas wurde auch das letzte Knobelspiel zur olympischen Disziplin.
Doch wie es sich für ein ordentliches Gelage gehört, hatte der Abend einen nicht ganz königlichen Ausgang. Denn das Bier hatte offenbar mehr Rausch als erwartet. Heute, am Tag danach, liegt Peter auf seiner Couch, murmelt kryptische Dinge wie „Ich hör die Gyoza noch singen…“ und versucht, seinen Kreislauf mit koffeinhaltigen Notfallmaßnahmen wiederzubeleben.
Trotz allem bleibt festzuhalten:
Ein Festmahl wie aus alten Zeiten, ein Geburtstag mit Geschmack – und ein Kater, der sich gewaschen hat.
So feiert man würdevoll – mit Stil, mit Freunden und mit einem leicht wackeligen Blick auf den nächsten Morgen.

