Es beginnt nicht mit einem Gesetzestext, sondern mit einem Moment. 12:00 Uhr. Der Preis springt. Nicht zufällig, nicht schleichend, sondern exakt zu einem festgelegten Zeitpunkt. Was früher wie Marktbewegung wirkte, folgt nun einer klaren Vorgabe: Preiserhöhungen sind nur noch einmal täglich erlaubt – um Punkt 12 Uhr. Senkungen jederzeit. Was als Maßnahme gegen „überhöhte Spritpreise“ gedacht ist, erzeugt bei genauerer Betrachtung eine andere Dynamik. Regulierung und ihre Logik Ein Markt verschwindet nicht, nur weil man ihn reguliert. Er passt sich an. Unternehmen handeln nicht nach Intuition oder Fairness, sondern nach Rahmenbedingungen. Ändert man die Regeln, ändert sich das Verhalten – nicht das Ziel. In diesem Fall entsteht eine einfache Logik: Wer den Preis senkt, kann ihn am selben Tag nicht wieder erhöhen. Also senkt niemand früh. Jede frühe Senkung bedeutet verlorene Marge. Jede späte Senkung bedeutet Wettbewerbsvorteil. Die Konsequenz ist vorhersehbar: Preise...
Was ist los im Dorf und drumherum