Über fast zwei Jahrhunderte hinweg erzielten Kinder im Durchschnitt bessere kognitive Testergebnisse als ihre Eltern. Dieser kontinuierliche Anstieg standardisierter Messwerte wird als Flynn-Effekt bezeichnet. Bessere Ernährung, bessere Schulbildung und eine zunehmend komplexe Umwelt galten als Treiber dieser Entwicklung. Doch dieser Trend stagniert – in einigen Ländern kehrt er sich um. Mehrere groß angelegte Untersuchungen in Europa zeigen seit den 2000er-Jahren sinkende Testergebnisse. Eine norwegische Studie von Bratsberg & Rogeberg (2018) dokumentierte messbare Rückgänge von IQ-Werten bei jüngeren Jahrgängen – nicht genetisch bedingt, sondern umweltbedingt. Internationale Vergleichsstudien wie PISA der OECD belegen ebenfalls: Rückgänge bei Lesekompetenz Schwächere mathematische Leistungen Probleme beim Verständnis längerer Texte Sinkende Problemlösefähigkeit Das sind keine gefühlten Wahrheiten. Das sind Messwerte. Aufmerksamkeit ist trainierbar – und verlernbar ...
Was ist los im Dorf und drumherum